Frühe Echokardiographie (Herzultraschall)

Angeborene Herzfehler stellen mit einer Krankheitshäufigkeit von 3–8/1.000 Lebendgeborene eine der häufigsten Fehlbildungen dar.

Heute stellt die vergrößerte Nackentransparenz den wichtigsten Grund zur frühen fetalen Echokardiographie dar. Wurde bereits ein Kind mit einem schweren Herzfehler in ihrer Familie geboren, kann dies auch ein Grund für eine frühe Echokardiographie sein.

Da die Durchführung der frühen fetalen Echokardiographie große Erfahrung erfordert, bleibt dieses Untersuchungsverfahren nur spezialisierten Zentren vorbehalten, die auf dem Gebiet der Pränatalmedizin sehr erfahren sind und in ihrer täglichen Routine viele Schwangere im ersten Trimenon betreuen. Diese Untersuchung wird in unserem Zentrum im Rahmen des Erst-Trimester-Screening durchgeführt.

Die frühe Echokardiographie ersetzt nicht die fetale Echokardiographie im zweiten Trimenon im Hinblick auf Herzfehler, die zwischen der ca. 20. und 22. Schwangerschaftswoche durchgeführt wird (Fein-Ultraschall, Fehlbildungsdiagnostik, DEGUM II/III-Ultraschall).